Bewegte Jahre

Bewegte Jahre

Klaus Beer

Anlässlich des 25-jährigen Mauerfalls bieten wir diesen originellen Zeitzeugenbericht zur deutscher Geschichte

ISBN: 978-3-86397-037-6
Preis: 8,90 €

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Es sind bewegte, ereignisreiche und unsichere Jahre: die Zeit des Krieges, der russischen Besetzung und der Aufbaujahre der DDR.

Auf humorvolle Weise schildert Klaus Beer seine Erlebnisse aus Kindheit und Jugend bis hin zu seinen Erfahrungen als junger Familienvater. Mit der persönlichen Reifung wächst auch sein kritischer Blick auf ein System, das wenig Platz für Mitgestaltung und individuelle Freiheit lässt. Das Buch endet mit seiner Flucht in den Westen kurz vor dem Mauerbau und gibt einen Blick auf die deutschen Geschehnisse in der Mitte des 20. Jahrhunderts. 

Es ist eine Geschichte, wie sie wohl häufiger vorgekommen sein mag. Doch ist sie einzigartig in ihrer persönlichen,  authentischen Erzählart.

Blick ins Buch

 

Diese autobiographische Skizze umfasst die Jahre 1940 bis 1960 und entstammt der Feder eines gebürtigen Stettiners, der einen Großteil seiner Kindheit auf Rügen verbrachte. Die Studien- und ersten Arbeitsjahre verlebte Klaus Beer in Weimar.

Rezensionen

Bewegte Jahre. Ja, sie waren bewegt, diese Jahre. Wir können da Synonyme einsetzen: unruhig, ereignisreich, auf Veränderung ausgerichtet. Das kennen wir, wenn wir andere Bücher gelesen haben, die das Leben im 2. Weltkrieg schildern. Hier geht es um die Erlebnisse eines Kindes. Und schnell sind wir beim Leitwort. Der kleine Junge aus Stettin erzählt uns sein bewegtes  Leben im Krieg und in den Jahren danach. Er wandert ständig, verlässt den Heimatort, als es dort zu gefährlich wird, kehrt wieder zurück, verlässt ihn wieder, wechselt ständig Aufenthalt, Freunde, Schule, Lebensbedingungen. Pommern, Schlesien, Rügen. Er wandert und wir wandern mit, wir werden bewegt. Wir vollziehen nach,  nehmen Anteil, sind erschüttert.

Später dann blicken wir auf das Leben eines Jugendlichen in der DDR. Bewegung auch hier, Veränderung, Umdenken, Kontrast. Der Vater kehrt 1950 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Der Junge erlebt die Zerrissenheit und Qual des Vaters. Der überzeugte Nationalsozialist, Offizier, Russland-kämpfer muss ertragen, dass der ehemalige Feind die Staatsform und das gesellschaftliche Leben bestimmt und entscheidenden Einfluss auf die Laufbahn seiner Kinder hat.

Der Jugendliche wird zum Mann, zum Familienvater. Sein Leben verändert sich, bewegt sich. Kurz vor dem Mauerbau verlässt er mit seiner Familie Wohnort und Lebensweise und zieht in den Westen.

Bewegte Jahre, Krieg, Nachkriegszeit, Aufbau der DDR. Ja, wir verstehen. Die Jahre sind bewegt. Und sie sind bewegend für uns. Das geschieht nicht nur durch die Ereignisse, sondern vor allem durch die Erzählweise. Da wird nicht einfach mitgeteilt, nicht sachlich berichtet, sondern wiedererlebt. Wir lesen gleichsam ein Tagebuch und erleben mit. Darin liegt die besondere Qualität dieses Buches.

Hela Johannson (Lehrerin)